SHOSHIN-DOJO

Karate - Nur Kampfkunst oder auch Gesundheitssport

zurĂŒck --> 2. Dehnung und KrĂ€ftigung - Übung gegen muskulĂ€re Dysbalance

3. Auf einem Bein - Aktivierung der sensomotorischen FĂ€higkeiten

Zahlreiche Kinder bekommen auf Grund von Fußbeschwerden Einlagen verschrieben. Grund dafĂŒr ist oft eine schwache, instabile Fußmuskulatur. Eine konventionelle Behandlung setzt in der Regel auf eine Festigung der Fußstatik durch ein langfristiges physiotherapeutisches Training dieser Fußmuskulatur. HĂ€ufig werden diese Sitzungen fĂŒr Kinder aber schnell langweilig und weiterfĂŒhrende Übungen als Hausaufgaben werden nur in den seltensten FĂ€llen tatsĂ€chlich ausgefĂŒhrt.

barfuss

Abbildung 5:Barfuß Gehen ist ein wichtiger Ansatz zur Verbesserung der sensomotorischen FĂ€higkeiten

Einer der wichtigsten AnsĂ€tze zur Verbesserung der Situation am Fuß und damit der ganzen Körperstatik ist im Karatetraining bereits nebenbei enthalten: barfuß laufen. Die Fußsohle besitzt sehr viele Rezeptoren, die ohne Socken oder Schuhe deutlich stĂ€rker stimuliert werden als im beschuhten Alltag. Dr. Vladimir Janda beschreibt, wie sich ĂŒber eine gezielte DruckausĂŒbung auf die Fußsohle,  automatisiert ablaufende, sich bis zum Oberkörper durchlaufende Muskelaktivierungen erreichen lassen. Sogar tiefer gelegene Bauchmuskeln, der Beckenboden und die Schulterblattfixatoren können erreicht werden. Dies ist unter dem Prinzip des ÂŽKurzen Fußes` oder  auch Propriozeptive Sensomotorische Fazilitation bekannt.

 

Bleiben wir beim schon beschriebenen VorwĂ€rts-Fußtritt (Mae-Geri). Bei diesem Fußtritt befindet sich der Karateka in einer Ă€ußerst kraftvollen, dynamischen Bewegung. WĂ€hrend dieser Bewegung steht er fĂŒr die Dauer des Trittes auf nur einem Bein. Über leichte DrĂŒcke werden Rezeptoren zur Wahrnehmung der Lage und der Muskelspannung (Propriozeptoren) stimuliert. Diese Rezeptoren registrieren die aktuelle Situation und geben Informationen ĂŒber das Nervensystem an das RĂŒckenmark/Gehirn. Hier erfolgt die Verarbeitung und der Abgleich, sodass auf die jeweiligen Gegebenheiten adĂ€quat reagiert werden kann. So sendet das Gehirn eine Antwort ĂŒber das Nervensystem zurĂŒck. Die jeweils benötigten Muskeln erhalten somit einen Arbeitsauftrag. (BewegungsausfĂŒhrung, Gelenkstabilisation,...)

Muskelketten, vom Fuß ausgehend, werden aktiviert, welche sich ĂŒber das Kniegelenk, die seitlich Ă€ußere Oberschenkelmuskulatur bis zur GesĂ€ĂŸmuskulatur und weiter fortsetzen um durch stĂ€ndige, unbewusste Korrektur das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Dies ist aus therapeutischer Sicht ein wesentlicher Aspekt bei der AusfĂŒhrung dieser Fußtechnik. Auch hier bedienen wir uns also unbewusst therapeutischer Maßnahmen, indem wir durch permanente Wiederholung von Techniken Muskelketten gezielt aktivieren und so eine schnelle Verbesserung der GleichgewichtsfĂ€higkeit erreichen können.

Das sensomotorische  Training beinhaltet aus therapeutischer Sicht weitere positive Effekte auf das muskuloskelettale System. So kommt es zur Verbesserung alltagsmotorischer Aufgaben, Zunahme der Maximal- und Explosivkraft (vgl. Bruhn & Gollhofer,2001), Verbesserung der StandstabilitĂ€t sowie der dynamischen GelenkstabilitĂ€t, Ausgleich muskulĂ€rer Dysbalancen (vgl. Gisler, 2007) und Verringerung der VerletzungsanfĂ€lligkeit von Muskeln und Gelenken (vgl. Knobloch & Martin-Schmitt, 2005; Faude et al., 2005).

 

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